Ausgangslage

Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf erst in Ansätzen sichtbaren Änderungen in Österreichs Flora und Fauna aus. Die Natur ist aufgrund andauernder externer Einflüsse anfälliger geworden. Dies ist mittlerweile besonders gut in Schutzwäldern, auf Almen und Tieflagen zu beobachten. Heiße Sommer und niederschlagsarme Winter trocknen die Vegetation aus oder bringen sie aufgrund von Wassermangel zum Teil zum Absterben. Zunehmende Extrem-Wetterlagen führen zu Waldbränden, Vermurrungen, Erosionsschäden und Windwurf.

So stellt zum Beispiel der Leiter vom Bundesforschungszentrums für Wald, Peter Mayer, fest, dass 58% der österreichischen Landesfläche von alpinen Naturgefahren bedroht sind, 17% benötigen Schutz vor Wildbächen, Lawinen und Erosion und 20% der Waldfläche sind Schutzwald, der vom Klimawandel bedroht wird.

Untersuchungen zeigten auch, dass die Wälder und speziell die Gebirgswälder sich in den letzten 30 Jahren massiv ausdehnten und verdichteten, besonders in steileren Gebieten. Zudem wird eine langsame Verschiebung der Artenzusammensetzung beobachtet, bei den Baumarten wie Fichte, Buche und Lärche ihre Präsenz in höheren Lagen verstärken und in tieferen Lagen durch wärmeliebendere Arten verdrängt werden. Die Wissenschaftler vermuten, dass der Klimawandel diese Veränderungen mitverursacht, da höhere Temperaturen und Trockenheit das Wachstum der Bäume beschleunigen bzw. verlangsamen. Zusätzlich beeinflussen diese Veränderungen die Bäume auch indirekt, indem sie die Schneedecke verkleinern und die Schneebedeckungsdauer verkürzen. Die Muster der zurzeit ablaufenden Waldveränderungen werden allerdings nicht nur durch das Klima, sondern insbesondere auch durch die Nutzungs- und Störungsgeschichte von Wäldern sowie durch verschiedene Standortfaktoren beeinflusst.

Innerhalb Europas und rund um Österreich gibt es diesbezüglich zahlreiche wissenschaftliche Studien und daraus abgeleitete praxisorientierte Fallbeispiele die in diesem Projekt besucht werden.