Forst und Waldexperten

Die European Wilderness Society ist eine europaweit agierende non-profit Organisation, die ihren Sitz im Biosphärenpark Lungau hat und von hier aus mit internationalen Experten und einem wissensumfassenden Netzwerk in nachhaltigem Tourismus, Natura2000 und Biodiversität, Forst und Wald, Klimaveränderung, Wildnis und Naturrecht weiterbildet, informiert, recherchiert, forscht und zertifiziert und zahlreiche Projekte u.a. mit ERASMUS, LIFE, Interreg, erfolgreich umgesetzt hat. Die European Wilderness Society hat mit der HNE Eberswalde einen langfristigen Partner für den Schwerpunkt Waldökosystem. 

Dieses Projekt wird von den Forstexperten Vlado Vancura (Slowakei), Prof. Dr. Hannes Knapp und Dr. Pierre Ibisch (Deutschland), Giuseppe Marcantonio sowie der Hochschule für Forstwissenschaft und nachhaltige Entwicklung Eberswalde, Brandenburg begleitet.

Vlado Vancura 

Vlado Vancura wuchs in einer Forstfamilie auf und sammelte so bereits in sehr jungen Jahren Erfahrungen in der Forstwirtschaft. Von Anfang an konzentrierte sich seine Ausbildung auf den Aufbau von forstwirtschaftlichen Fachkenntnissen: das forstwirtschaftliche Gymnasium in Liptovsky Hradok, Slowakei und später die Forestry University in Zvolen, Slowakei. Später vertiefte er sein Fachwissen an derselben Universität mit Studien, die sich auf die Verwaltung von Schutzgebieten konzentrierten (verschiedene Auswirkungen der unterschiedlichen Nutzung von Forstwirtschaft, Jagd oder Beweidung). Vlada Vancura verfügt über mehr als 40 Jahre praktische Erfahrung in der Waldbewirtschaftung und im Waldschutz sowie in der Zusammenarbeit mit lokalen Interessenvertretern (Staatliches Forstwirtschaftsplanungsinstitut – Entwicklung langfristiger Bewirtschaftungspläne für Waldeinheiten, Waldfachleute des Niederen Tatra-Nationalparks, Slowakei und Tatra-Nationalpark, Slowakei usw).

Weiterhin hat er Erfahrungen mit der Forstwirtschaft in verschiedenen Ländern in Europa, den USA und Kanada sowie in Russland. Er hat in diesen Ländern an verschiedenen Projekten gearbeitet, die immer mit verschiedenen Aspekten der Waldbewirtschaftung verbunden waren.  

Prof. Hannes Knapp

Prof Dr. Hans Dieter Knapp, der auf Rügen geborene Geobotaniker und Landschaftsökologe hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die letzten Buchenurwälder Europas im Rahmen des UNESCO Weltnaturerbe “Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas” geschützt sind. Für seinen unermüdlichen Einsatz wurde er unter anderem 2013 mit dem Großen Binding-Preis ausgezeichnet

Prof. Pierre Ibisch

Prof Dr. Pierre Ibisch arbeitet zu waldökologischen Fragen wie etwa im langjährigen Projekt “Gläserner Forst” wo die Effektivität von waldbaulichen und waldökologischen Strategien bzw. Ansätzen im Fokus stehen. Ein wichtiger Forschungsbereich beschäftigt sich mit dem Mikroklima von Waldökosystemen. Ebenso beschäftigt er sich langjährig mit den (Welterbe-) Buchenwäldern.Seine fachlichen Schwerpunkte sind globaler (Umwelt-) Wandel und Naturressourcenmanagement (unter anderem Entwicklung von Anpassungsstrategien, nachhaltige Entwicklung und globaler Wandel), Naturschutz und Biodiversität. Nach einer Forschungsprofessur für “Biodiversitätserhaltung und Management natürlicher Ressourcen im globalen Wandel” erhielt er 2015 eine außerordentliche Forschungsprofessur für “Ökosystembasierte nachhaltige Entwicklung”. Er führt Forschungsprojekte und Beratungen zur Anpassung des Naturschutzes an Klima / Globalen Wandel in Lateinamerika, Asien und Europa durch.

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (kurz HNEE) ist durch eine kooperative partnerschaftliche Beziehung eng mit der European Wilderness Society verbunden. Die HNEE ist seit 1992 konsequent auf nachhaltige Entwicklung, Umwelt und Naturschutz ausgerichtet, womit sie bezüglich eines „grünen“ Lehrprofils in Deutschland führend ist. Das besondere Profil der Hochschule mit der Fokussierung rund um die Themen Nachhaltige Forstwirtschaft, Holztechnik, International Forest Ecosystem Management, Landschaftsnutzung und Naturschutz, Ökolandbau und Vermarktung, Öko-Agrarmanagement, Forest Information Technology, Forestry System Transformation führt dazu, dass das Studium bundesweit sehr nachgefragt ist. Im Bereich nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums liegen die Schwerpunkte unter anderem auf Monitoring und Planung in Großschutzgebieten sowie Geoinformationssystemen (kurz: GIS), Fernerkundung und Holzverarbeitung und -bearbeitung, Erneuerbare Energie, Nachwachsende Rohstoffe und Waldschutz.