Forst- und Waldexperten

Die European Wilderness Society ist eine europaweit agierende gemeinnützige Organisation, die ihren Sitz im Biosphärenpark Lungau hat. Von hier aus informieren, recherchieren, forschen und zertifizieren und bilden zu den Themen nachhaltiger Tourismus, Natura2000, Biodiversität, Forst und Wald, Klimaveränderung, Wildnis und Naturrecht. Dabei unterstützt uns ein Team aus internationalen Waldexperten und ein umfangreiches Netzwerk. So konnten wir zahlreiche Projekte u.a. mit ERASMUS, LIFE, Interreg, erfolgreich umsetzen. Die European Wilderness Society hat mit der HNE Eberswalde einen langfristigen Partner für den Schwerpunkt Waldökosystem. 

Nachfolgend finden sie eine Auswahl der Experten, die uns bei diesem Project unterstützen:

Zum Thema: Unsere Fachvorträge

Vlado Vancura 

Vlado Vancura wuchs in einer Forstfamilie auf und sammelte so bereits in sehr jungen Jahren Erfahrungen in der Forstwirtschaft. Von Anfang an konzentrierte sich seine Ausbildung auf den Aufbau von forstwirtschaftlichen Fachkenntnissen: zuerst am forstwirtschaftlichen Gymnasium in Liptovsky Hradok, Slowakei und später an der Forstuniversität in Zvolen, Slowakei. Später vertiefte er sein Fachwissen an derselben Universität mit Studien, die sich auf die Verwaltung von Schutzgebieten konzentrierten (verschiedene Auswirkungen unterschiedlicher Nutzung durch Forstwirtschaft, Jagd oder Beweidung). Vlada Vancura verfügt über mehr als 40 Jahre praktische Erfahrung als Waldexperte in der Waldbewirtschaftung und im Waldschutz sowie in der Zusammenarbeit mit lokalen Interessensvertretern (Staatliches Forstwirtschaftsplanungsinstitut – Entwicklung langfristiger Bewirtschaftungspläne für Waldeinheiten und Waldfachleute des Niederen Tatra-Nationalparks, Slowakei und Tatra-Nationalpark, Slowakei usw).

Weiterhin hat er Erfahrungen mit der Forstwirtschaft in verschiedenen Ländern in Europa, den USA und Kanada sowie in Russland. Er hat in diesen Ländern an verschiedenen Projekten gearbeitet, die immer mit verschiedenen Aspekten der Waldbewirtschaftung verbunden waren.  

Prof. Pierre Ibisch

Prof Dr. Pierre Ibisch arbeitet zu waldökologischen Fragen wie etwa im langjährigen Projekt “Gläserner Forst”, in dem die Effektivität von waldbaulichen und waldökologischen Strategien bzw. Ansätzen im Fokus stehen. Ein wichtiger Forschungsbereich beschäftigt sich mit dem Mikroklima von Waldökosystemen. Ebenso beschäftigt er sich langjährig mit den (Welterbe-) Buchenwäldern. Seine fachlichen Schwerpunkte sind globaler Wandel, Naturressourcenmanagement (unter anderem Entwicklung von Anpassungsstrategien und nachhaltiger Entwicklung), Naturschutz und Biodiversität. Nach einer Forschungsprofessur für “Biodiversitätserhaltung und Management natürlicher Ressourcen im globalen Wandel” erhielt er 2015 eine außerordentliche Forschungsprofessur für “Ökosystembasierte nachhaltige Entwicklung”. Er führt Forschungsprojekte und Beratungen zur Anpassung des Naturschutzes an globalen Wandel in Lateinamerika, Asien und Europa durch.

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) ist durch eine partnerschaftliche Beziehung eng mit der European Wilderness Society verbunden. Die HNEE ist seit 1992 konsequent auf nachhaltige Entwicklung, Umwelt und Naturschutz ausgerichtet, womit sie bezüglich eines ‘grünen’ Lehrprofils in Deutschland führend ist. Das besondere Profil der Hochschule mit Fokus rund um die Themen nachhaltige Forstwirtschaft, Holztechnik, International Forest Ecosystem Management, Landschaftsnutzung und Naturschutz, Ökolandbau und Vermarktung, Öko-Agrarmanagement, Forest Information Technology, Forestry System Transformation führt dazu, dass das Studium bundesweit sehr nachgefragt ist. Im Bereich nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums liegen die Schwerpunkte unter anderem auf Monitoring und Planung in Großschutzgebieten sowie Geoinformationssystemen (kurz: GIS), Fernerkundung, Holzverarbeitung und erneuerbare Energien, nachwachsende Rohstoffe und Waldschutz. 

Bernhard Henning

DI Bernhard Henning ist ein international tätiger Waldexperte und publiziert Fachbücher und Artikel über den Wald und dessen Bewirtschaftung. Neben seinen beratenden Tätigkeiten bei Waldbesitzern und Forstbetrieben verwaltet er www.forestbook.info, eine Online-Wissensplattform über modernes Waldmanagement.

Forestbook ist die erste digitale Wissensplattform für Waldbesitzer, die Fachinformationen liefert, bei der Waldbewirtschaftung unterstützt und laufend informiert über Neuigkeiten aus der Forstbranche. Mit Forestbook sollen rund 2 Millionen Waldbesitzern in Mitteleuropa ein digitales Tool zur Verfügung gestellt werden, welches Sie beim Forstmanagement unterstützt, eine Diskussionplattform anbietet und als mobiles und digitales Nachschlagewerk dient.

Prof. Dr. Hannes Knapp

Dem auf Rügen geborenen Geobotaniker und Landschaftsökologen liegen besonders die letzten Buchenurwälder Europas am Herzen. Hannes Knapp hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wertvolle Buchenwaldgebiete in Deutschland, der Ukraine und der Slowakei heute zum UNESCO-Welterbe zählen. Für seinen unermüdlichen Einsatz wurde er unter anderem 2013 mit dem Großen Binding-Preis ausgezeichnet.

Hannes Knapp, der die Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm des Bundesamtes für Naturschutz seit ihrer Gründung im Jahr 1990 bis 2015 leitete, teilt das Leitmotiv des grenzüberschreitenden Naturschutzes von EuroNatur. Eines seiner erklärten Ziele ist der Aufbau eines Netzwerkes zum Schutz urwüchsiger und alter Buchenwälder in möglichst vielen Ländern Europas. Mit großem Engagement widmet sich der inzwischen pensionierte Urwaldschützer, der aber immer noch als Honorarprofessor am Institut für Botanik und Landschaftsökologie in Greifswald lehrt, dem Erhalt der rumänischen Urwälder und unterstützt die gemeinsam von EuroNatur und der rumänischen Naturschutzorganisation Agent Green initiierte Kampagne #SaveParadiseForests – auch vor Ort.

Als einer der Väter des Nationalparkprogramms der DDR weiß Hannes Knapp um die Bedeutung wertvoller Schutzgebiete. „Nach der Wiedervereinigung sprach man vom ‚Tafelsilber der deutschen Einheit‘. Die rumänischen Buchenurwälder sind der ‚Goldschatz der Europäischen Union‘. Diesen wertvollen Schatz gilt es zu bewahren, nicht auszubeuten!“

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